Kettwiger Etappenfahrt 2023
Vogesen und Vorarlberg


Nachdem wir im letzten Jahr unsere Etappenfahrt nach sechs Tagen wegen mehrerer Coronaerkrankungen abbrechen mussten, taten wir uns dieses Jahr schwer wieder eine Etappenfahrt mit ständigem Quartierwechsel zu planen. Da wir aber gute Erinnerungen an unsere Standort-Etappenfahrt 2021 hatten, fiel unsere Entscheidung wieder auf eine Tour nach diesem Muster.

In den Südvogesen fanden wir ein nettes Hotel in Uffholtz am Fuße des Grand Ballon. Das Wetter war in der ersten Woche sehr gut, fast ein bisschen zu warm, aber wir genossen es abends draußen unser Menü einnehmen zu können. Wir hatten sieben Tagestouren ausgearbeitet, jeweils 100-130 Kilometer und alle so um die 2.000 Höhenmeter, also anspruchsvoll aber durchaus für alle machbar.

1. Woche: Vogesen

Unsere erste Tour, die Ballon Runde, ging nach einer flachen Anfahrt bis Colmar in den sehr schweren Anstieg zum Petit Ballon und dann über den Col du Plazerwasel und Grand Ballon zurück nach Uffholtz. Als Einrollrunde gedacht, war das bei den hohen Temperaturen und dem sonntäglichen Ausflugsverkehr schon eine Härteprüfung.

Die zweite Tour war nicht minder schwer, denn sie hatte als Highlight die Super Planche de Belles Fillis anzubieten, ein sauschwerer Schlussanstieg mit bis zu 24 Prozent! Unvorstellbar wie hier letztes Jahr auf der 7. Tour-Etappe Pogacar, Vingegaard und Roglic auf den letzten Metern noch an Lennard Kämna vorbeigeflogen sind.

Hier in den Vogesen liegen die „Cols“ recht dicht beieinander und so konnten wir auf unseren Touren den Ballon d’Alsace, Col du Bramont, Col de Grosse Pierre, Col du Hundsrück, Col Amic oder Col du Haag, um nur einige zu nennen, unter die Räder nehmen

Auf einer Etappe, der Gerardmeer Runde, gesellten sich Walburga und Peter dazu, die am Wochenende unserer Abreise den Radmarathon L’Alsacienne gefahren sind, wie auch Melanie, Michael N. und Jürgen aus unserer Gruppe.

Das war eine anstrengende aber auch sehr schöne Woche, die allen sehr gut gefallen hat und wir waren mit Hanno, Judith B., Markus, Ralph, Stefan H., Heiko J., Michael K., Eva, Melanie K., Uwe, Jürgen, Elke, Wolfgang, Judith N., Michael N., Birgit, Lilli, Stefan W. und den Gästen Bernd, Roland, Volker, Hansi, Renate und Werner eine sehr große Gruppe. Bis auf ein paar Reifenpannen sind alle bei bestem Wetter gut durchgekommen.

Abendessen in den Vogesen

2. Woche: Vorarlberg

Geplant waren fünf Hochgebirgstouren mit einer vergleichbaren Länge und ähnlichen Höhenmeter wie in der ersten Woche in den Vogesen.

Auch hier hatte es die erste Tour in sich, denn wir fuhren auf der Silvretta-Runde über das Zeinis Joch zur Bieler Höhe, eine Variante die uns unser Allgäu-Werner eingebaut hatte. Hinter Paternen auf einer schmale Forststraße von ca. neun Kilometern mit rund 800 Höhenmetern und Steigungen bis zu 20 Prozent zum wunderschön gelegenen Kopsstausee am Zeinisjoch. Danach ging es zur Bieler Höhe am Silvretta-Stause, und zurück auf der Genussabfahrt über die Mautstraße nach Paternen und Bludenz.

In dieser Woche folgten die Vorarlberg Rundfahrt mit den Anstiegen zum Faschina Joch, den Hochtannberg- und den Flexenpass Die Säntis Rundfahrt, eine schöne Runde in einer Bilderbuchlandschaft im Appenzeller Land der Schweiz und die Furkajoch Runde, kurz aber knackig auf 85 Kilometern mit 2500 Höhenmetern. Auf der ersten Abfahrt von einem namenlosen Hügel hatte Markus gleichzeitig an beiden Laufrädern einen kapitalen Reifenschaden. Zum Glück blieb es dank Tubeless nur bei Sachschaden. An eine Fortsetzung der Tour war erstmal nicht zu denken, aber im nächsten Ort nach der Abfahrt gab es ein CycleCafe und da konnte er den Schaden beheben lassen um die Tour dann doch noch zu Ende fahren.

Eine fünfte Tour, die Bregenzer Wald Runde, hat nur Ralph bewältigt, wir anderen hatten diese wetterbedingt vorsichtshalber gecancelt und stattdessen nur eine kleine Ausrollrunde absolviert. Allerdings ist Ralph ebenfalls trocken geblieben.

Abendessen in Bludenz

Alles in allem waren das zwei intensive und schöne Radwochen in zwei sehenswerten Radrevieren. Das Wetter war durchweg gut, die Hotels waren gut, in den Vogesen mit ausgezeichneter Küche. In Vorarlberg sind wir individuell in verschiedenen Restaurants gewesen und waren ausgesprochen zufrieden.